Kulinarik Stipendium Libken 2018

Bewerbungsschluss: 1. März 2018

Der Denk- und Produktionsort Libken schreibt bereits zum zweiten Mal ein Stipendium für Kulinarik aus. Dieses wird von Juli bis September 2018 in Kooperation mit der Kulturstiftung des Bundes vergeben. Mit dem bisher einzigartigen Stipendium für Kulinarik wird sowohl ausgebildeten KöchInnen, als auch denjenigen, die das Kochen für sich als Kunstform entdeckt haben, eine Möglichkeit gegeben, sich über einen Zeitraum von drei Monaten ganz auf ihre Kochkunst zu konzentrieren und an einem selbst gewählten kulinarischen Thema zu forschen und zu experimentieren.

Traditionelle als auch neue Rezepte und Zubereitungsarten, alte, fast vergessene Küchenweisheiten und Geschichten rund um die Erzeugung, Verarbeitung und Speisezubereitung in der Region Uckermark sollen dabei aufgespürt werden und als Inspiration in die eigene Kochkunst einfließen. Ein direkter Bezug des eigenen kulinarischen Forschungsthemas zur Region und der lokalen ErzeugerInnengemeinschaft ist dabei ausdrücklich erwünscht. Wir stellen eine Wohnung mit vollausgestatteter Küche als Kochlabor, sowie die zusätzliche Möglichkeit der Nutzung unserer Großküche zur Verfügung. StipendiatInnen haben für die Dauer ihres Aufenthalts die Möglichkeit frische, saisonale Zutaten aus unserem wachsenden ökologischen Obst- und Gemüseanbau zu verwenden und eigene Flächen zu bepflanzen. BäckerInnen/KonditorInnen werden ihre Freude am lokalen Getreideanbau haben, die Wälder sind voller Pilze, die Seen voller Fisch. Ebenso unterstützen wir die Vermittlung und den Kontakt zu diversen ErzeugerInnen in der Umgebung. Das dreimonatige Stipendium umfasst neben freier Unterkunft einen monatlichen Zuschuss in Höhe von 500 Euro für Lebenshaltungskosten, Fahrtkosten, Materialien und Lebensmittel.

Gemeinsam mit den jeweiligen StipendiatInnen möchten wir als Gastgeber regionale ErzeugerInnen, GenießerInnen, NachbarInnen und Gäste des Hauses zu Tisch laden. An drei Terminen werden in Form von sogenannten Langen Tafeln die erarbeiteten Rezepte und Erfahrungen der StipendiatInnen im Rahmen eines gemeinsamen Mahls erfahrbar gemacht und geteilt. Die öffentlichen Essen an der großen Tafel sollen den Wissensaustausch anregen, Raum für Austausch und Diskussionen geben und allen Tafelgästen Genuss und ein unvergessliches kulinarisches Kulinarik Stipendium Libken 2018 Erlebnis bereiten. Die Langen Tafeln werden in Abstimmung mit den jeweiligen Themenschwerpunkten der StipendiatInnen in das laufende Kultur- und Veranstaltungsprogramm eingebettet und durch Workshops, Filmvorführungen oder Vorträge ergänzt.

Zu jedem Stipendium wird in Zusammenarbeit mit dem Hausgrafiker ein Einzelheft mit den jeweiligen individuellen (kulinarischen) Erfahrungsschätzen erscheinen und Teil des von Jahr zu Jahr wachsendenden Archivs für Kulinarikforschung werden.

Die Ausschreibung richtet sich an professionell ausgebildete KöchInnen oder leidenschaftliche KochkünstlerInnen jeden Alters. Teambewerbungen sind möglich, wenn Wohnraum und Stipendium geteilt werden. Da uns die Vernetzung und der Austausch mit örtlichen ErzeugerInnen ein besonderes Anliegen sind, sind Kenntnisse der deutschen Sprache von Vorteil. Ein Führerschein / Auto kann sehr praktischsein, ist aber kein Muss. Die BewerberInnen verpflichten sich im Falle einer Wahl, alle notwendigen Maßnahmen fristgerecht zu ergreifen, um den Aufenthalt in Libken zur vereinbarten Zeit anzutreten und mindestens 80% der Zeit anwesend zu sein (Residenzpflicht). Die BewerberInnen nehmen zur Kenntnis, dass dem Archiv am Ende des Aufenthaltes ein Einweck-Rezept, sowie ein in Zusammenarbeit mit Libken gestaltetes Dokumentationsheft zum Aufenthalt überlassen wird. Die monatliche Ausrichtung einer Langen Tafel ist Bestandteil des Stipendiums.

Bewerbungsschluss ist der 1. März 2018

Die vollständige Bewerbung gibt es hier. Die Bewerbungsunterlagen bitte als pdf an contact(at)libken.de. Ansprechpartnerin ist Larissa Rosa Lackner.

Gruppenausstellung zum Thema Klimawandel

Bewerbungsschluss: 15. März 2018

Spätestens seit den 1960er Jahren setzen sich immer mehr Künstler*innen auf eine kritische Weise mit Umweltfragen auseinander. Environmental- oder Ecological Art beispielsweise legen ihren Fokus auf Themen wie Naturschutz und Nachhaltigkeit. Künstler*innen agieren zunehmend als Aktivist*innen: Sie nutzen die Natur nicht mehr nur als Inspirationsquelle, sondern setzen sich mit ihren Werken aktiv für deren Schutz ein. Der interdisziplinäre Ansatz der Eco- Aesthetics ermöglicht es, Ökologie, Globalisierung und künstlerische Praxis in einer sinnstiftenden Symbiose zu verhandeln.

Gegenwartskunst kann somit als Weckruf für Klima- und Umweltschutz fungieren, der verheerende Bilder von Klimakatastrophen und Zerstörung verdeutlicht oder erst sichtbar macht. Es gilt, die Spannung zwischen Katastrophe und Ästhetik produktiv zu nutzen. Kunst und Kultur können in der Debatte um eine umweltbewusste Entwicklung die Aufgabe übernehmen, Probleme künstlerisch zu adressieren, um Visionen für eine nachhaltige Zukunft aufzuzeigen.

artburst berlin lädt Künstler*innen dazu ein, sich mit dem Thema Klimawandel auseinanderzusetzen und mit ihren Arbeiten konzeptionell in den Diskurs um Eco-Aesthetics einzusteigen. In unserer geplanten Gruppenausstellung im September 2018 sind alle Kunstformen und Medien willkommen. Als Teil unseres umfassenden Rahmenprogramms suchen wir zudem Akteur*innen für Workshops, Vorträge und andere temporäre Veranstaltungen. Wir freuen uns über vielfältige Vorschläge. Zur Ausstellung wird ein Katalog publiziert.

Bewerbungen sollen bis zum 15.03.2018 per Mail versendet werden.

Die komplette Ausschreibung gibt es unter: artburstberlin.de

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