Kunst am Bau-Wettbewerb Berlin-Charlottenburg

Bewerbungsschluss: 30. September 2022

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) zeigt 2023 im Berliner Schloss Charlottenburg eine umfassende Sonderausstellung, die sich erstmals mit kolonialen Spuren in ihren Schlössern, Gärten und Sammlungen befasst. Die Ausstellung findet im Rahmen des Jahresthemas "Churfürst – Kaiser – Kolonien" statt.

Im Rahmen der Sonderausstellung, die vom 1. Juli bis zum 31. Oktober 2023 stattfinden wird, soll zudem die Bedeutung des Reiterstandbilds von Kurfürst Friedrich Wilhelm (1620-1688) vor dem Schloss Charlottenburg als Erinnerung an den Kolonialismus thematisiert und neu bewertet werden. Dazu lobt die SPSG einen offenen Wettbewerb aus.

Unter der Regentschaft Friedrich Wilhelms wurde 1682 die Brandenburgisch-Afrikanische Compagnie (BAC) gegründet. Die BAC baute in wenigen Jahren mehrere Festungen an der westafrikanischen Küste, darunter auch das nach dem Kurfürsten benannte Großfriedrichsburg. In welchem Umfang sich die brandenburgische Handelsgesellschaft am Versklavungshandel beteiligte, ist nicht abschließend geklärt. Die Angaben in der Forschung variieren von 17.000 bis zu 30.000 verschleppten Menschen durch die BAC.

Was bedeuten die historischen und die ikonographischen Bezüge für das Denkmal? An welche Geschichte erinnert dieser Ort? Wie kann dieser Ort auch mit dem Potenzial künftiger Interpretationen der Geschichte verbunden werden? Wie könnten die kolonialen Bezüge sichtbar werden?

Eine zeitgenössische künstlerische Intervention am Reiterstandbild soll erstmalig die verschiedenen historischen Facetten und die Bedeutung des Ortes und Stadtraums ansprechen und dabei versuchen, die genannten Fragen zu thematisieren sowie neue Fragen aufzuwerfen. Die Intervention soll als Gesprächspunkt dienen und die vergangenen historischen Erzählungen mit dem Potenzial künftiger Interpretationen der Geschichte verbinden.

Die Auswahl des/der Künstler:in trifft eine Jury.

Produktionsbudget (zzgl. zum Preisgeld): 30.000 Euro (brutto inkl. USt.)

Angebotsabgabe 1. Phase bis 30.09.2022, 15 Uhr CET

Weitere Informationen gibt es unter spsg.de.

Kontakt:
Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
Vergabestelle
Postfach 60 14 62
14414 Potsdam
vergabestelle(at)spsg.de

Kunst am Bau-Wettbewerb Esslingen

Bewerbungsschluss: 16. Dezember 2022

Offener, zweistufiger Realisierungswettbewerb

In Esslingen wird der derzeitige Hochschul-Standort "Flandernstraße" aufgelöst und auf das ehemalige Güterbahnhofareal in den "Campus Neue Weststadt" verlagert. In diesem Zusammenhang werden Neubauten errichtet. Im Rahmen des Kunst am Bau Programms des Landes Baden-Württemberg können bei Neubauten des Landes Gelder für ortsbezogene künstlerische Gestaltungen bereitgestellt werden. Ziel des Wettbewerbs ist es, die Hochschule durch Kunstwerke zu bereichern, die auf die Thematik und Architektur dieser speziellen Nutzung Bezug nehmen.

Für die Kunst am Bau stehen fünf Kunststandorte zur Verfügung:

  • Standort 1 – Atrium Haus 21, Aula (Innenraum), Kostenrahmen 100.000,00 € brutto
  • Standort 2 – Kaskadentreppe Haus 22, Bibliothek (Innenraum), Kostenrahmen 100.000,00 € brutto
  • Standort 3 – Atrium Haus 23, Labore und Hörsäle (Innenraum), Kostenrahmen 100.000,00 € brutto
  • Standort 4 – Atrium Haus 24, Mensa (Innenraum), Kostenrahmen 100.000,00 € brutto
  • Standort 5 – Brückenunterseite, Eingangsportal der Hochschule (Außenraum), Kostenrahmen 100.000,00 € brutto

Frist: 2022-12-16, 12:00:00

Weitere Informationen gibt es unter wettbewerbe-aktuell.de.

Kontakt:
Land Baden-Württemberg, vertreten durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Ludwigsburg
Karlsplatz 5
71638 Ludwigsburg
poststelle.amtlb(at)vbv.bwl.de

Sponsors
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