{"id":7325,"date":"2025-12-18T11:15:11","date_gmt":"2025-12-18T10:15:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kunstbuero-bw.de\/de\/?post_type=material&#038;p=7325"},"modified":"2025-12-19T11:21:22","modified_gmt":"2025-12-19T10:21:22","slug":"ueber-neue-strukturen-und-komplizenschaften-interview-mit-norina-quinte","status":"publish","type":"material","link":"https:\/\/www.kunstbuero-bw.de\/de\/material\/ueber-neue-strukturen-und-komplizenschaften-interview-mit-norina-quinte\/","title":{"rendered":"\u00dcBER NEUE STRUKTUREN UND KOMPLIZENSCHAFTEN \u2013 8 FRAGEN AN NORINA QUINTE"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns p-outer is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-1250aeed wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\"><h1 style=\"font-style:normal;font-weight:700;text-transform:capitalize\" class=\"wp-block-post-title has-xlarge-font-size\">\u00dcBER NEUE STRUKTUREN UND KOMPLIZENSCHAFTEN \u2013 8 FRAGEN AN NORINA QUINTE<\/h1>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Norina Quinte (*1990) ist Mitgr\u00fcnderin des Projekts ato, einem wachsenden Netzwerk f\u00fcr K\u00fcnstler:innen und Kunstagent:innen, das neue Formen der Kunstvermittlung und des Kunstverkaufs erprobt.<br>Ihre Arbeit basiert auf Multidisziplinarit\u00e4t und kollektiver Arbeitspraxis. Sie besch\u00e4ftigt sich mit der Entwicklung neuer Strukturen an der Schnittstelle von Theorie und k\u00fcnstlerischer Praxis. Bei ato ist sie neben der T\u00e4tigkeit als Kunstagent:in auch als k\u00fcnstlerische Leitung f\u00fcr die inhaltliche Ausrichtung des Projektes zust\u00e4ndig.<br>Sie kuratiert sowohl im Rahmen von ato Ausstellungen wie auch dar\u00fcber hinaus, z.B. als kuratorische Leitung der ersten Rheinland-Pfalz Triennale in 2026.<br><a href=\"https:\/\/ato.vision\/curator\/norina-quinte\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>www.ato.vision<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Du hast Kunstgeschichte und Theaterwissenschaften in Berlin sowie Kunstwissenschaft, Medientheorie und Ausstellungsdesign an der HfG in Karlsruhe studiert. Welches waren deine ersten Schritte in die professionelle T\u00e4tigkeit als Kuratorin und Initiatorin freier R\u00e4ume und Projekte?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Insbesondere das Studium an der HfG in Karlsruhe bot f\u00fcr Experimente und Projekte au\u00dferhalb der Uni viel Freiraum. Das war auch einer der Beweggr\u00fcnde, von Berlin nach Karlsruhe zu ziehen. In Berlin gab es zwar viel Angebot, aber weniger Notwendigkeit, selbst aktiv zu werden. Zudem war das Bachelor-Master-System deutlich verschulter als die fr\u00fchere Magister-Struktur. Eine eigene Sprache zu entwickeln war schwierig. Ich wollte an einen Ort, der mir praktisches Ausprobieren erm\u00f6glicht.<br>In Karlsruhe gr\u00fcndete ich u. a. mit einer bunt durchmischten Gruppe 2013 den interdisziplin\u00e4ren Verein die Ansto\u00df e.V. Wir besch\u00e4ftigten uns mit soziokultureller Stadtentwicklung und fach\u00fcbergreifenden Prozessen und realisierten von Beginn an Veranstaltungen im \u00f6ffentlichen Raum. Ob Demos oder Eintagesrestaurants, kollektiv bespielbare Klaviere oder Kunstfestivals in Parkh\u00e4usern \u2013 im Vordergrund stand immer der Wunsch, ein nahbares Angebot zu schaffen und eine m\u00f6glichst breite Vernetzung der verschiedenen Disziplinen anzustreben. 2015 er\u00f6ffneten wir im Kollektiv den dazugeh\u00f6rigen Projektraum \u00dfpace, den es dank neuer Mitglieder bis heute gibt und der k\u00fcrzlich sein 10-j\u00e4hriges Jubil\u00e4um feierte.<br>Neben der Arbeit in der freien Szene sammelte ich durch diverse Jobs und Projekte wichtige Erfahrungen in der Galerie-, Messe-, Universit\u00e4ts- und Museumswelt, die sicherlich auch meine professionelle T\u00e4tigkeit beeinflusst haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2019 warst du Mitbegr\u00fcnderin des Projektes ato, einer Vermittlungs- und Verkaufsplattform f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische Kunst, die auf Kollektivit\u00e4t und Transparenz setzt. Was war der Anlass?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol start=\"2\" class=\"wp-block-list\">\n<li><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die ersten \u00dcberlegungen zu ato entstanden durch Gespr\u00e4che mit einem Freund und Kollegen von uns. Er selbst arbeitete damals nicht im Kunstkontext, IT und Robotik pr\u00e4gten seine Welt. Durch seinen Blick von au\u00dfen wurden kritische Schwachstellen der Kunstblase sichtbar, die wir zuvor kaum oder nur z\u00f6gerlich benannt hatten. Aus diesen Gespr\u00e4chen entstand die Frage, warum es neben Galerien, Museen und Offspaces kaum andere Orte f\u00fcr Kunst gibt. Museumsr\u00e4ume und Galerien sind sehr exklusiv aufgebaut und funktionieren marktorientiert, Vereine und Projektr\u00e4ume haben wiederum fast keine M\u00f6glichkeiten zu verkaufen. Was k\u00f6nnte sich also als erg\u00e4nzende Struktur zwischen jenen etablierten Orten aufbauen lassen? Diese Frage trieb uns an. \u00dcber die Jahre wuchs ein Kernteam aus Kolleg:innen, der sp\u00e4teren ato GmbH sowie ein Netzwerk freischaffender Expert:innen aus unterschiedlichen Bereichen. Ihr vielf\u00e4ltiges Know-how, etwa aus Wirtschaftsingenieurwesen oder IT, erm\u00f6glichte den Aufbau aus verschiedenen Perspektiven. Ohne ein solches Team, das teils \u00fcber eigene Grenzen hinausarbeitete, h\u00e4tten sich diese Strukturen nicht in dieser Form entwickeln k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Woher r\u00fchrt deine pers\u00f6nliche Motivation, Strukturen innerhalb der Kunstwelt neu zu denken?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Je intensiver wir uns mit dem Kunstmarkt besch\u00e4ftigten, desto deutlicher wurde, dass nur sehr wenige K\u00fcnstler:innen und Galerien davon leben k\u00f6nnen. Erschreckend fand ich damals auch den etablierten Konkurrenzkampf zwischen Galerien, das exklusive Recht jemanden zu vertreten (mindestens lokal), obwohl nur in den wenigsten F\u00e4llen ein (Vollzeit-)einkommen garantiert ist. Diese Ellenbogenkultur und die damit verbundene Intransparenz unserer Branche zu knacken und zumindest etwas fairer zu gestalten, motiviert mich bis heute. Nat\u00fcrlich sind das nur kleine Stellschrauben im System \u2013 etablierte Ph\u00e4nomene wie k\u00fcnstliche Verknappung lassen sich kaum aufbrechen. \u00dcber die Marktkritik hinaus bin ich neugierig, wie man das Immaterielle der Kunst vermitteln und verkaufen kann, also die Expertise bzw. die Ideen an sich. Worin liegt der Kern der Kunst heute? Wieviel kostet eine Idee?<br>Eine letzte pers\u00f6nliche Motivation: ich habe schon immer eine Leidenschaft f\u00fcr Leerstand und kuratiere ausgesprochen gerne an ungew\u00f6hnlichen Orten. In White Cubes ist Kuratieren vergleichsweise einfach, andere Orte fordern die Kunst st\u00e4rker heraus. F\u00fcr diese Form des tempor\u00e4ren Ausstellungsmachens fehlten lange Zeit professionelle, nachhaltige Strukturen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wof\u00fcr steht ato, was ist eure Vision?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">ato ist Online-Galerie in Netzwerkstruktur und Ideenagentur. Wir verkaufen Kunst und Ideen.<br>Der Name ato hat keine eigene Bedeutung, er ist kurz und knapp, wir mochten, dass es nicht direkt aufgeladen ist. Irgendwann haben wir aber herausgefunden, dass es im japanischen wohl eine treffende Erkl\u00e4rung g\u00e4be: hier hei\u00dft ato n\u00e4mlich u. a. \u201edie n\u00e4chste Phase\u201c. Das passt schon, denn darum geht es schlie\u00dflich: Strukturen weiterzuentwickeln, statt r\u00fcckw\u00e4rtsgewandt zu agieren. \u00dcber die Jahre haben wir verschiedenste Bedeutungen gesammelt. Meine Kollegin Hannah Klein sch\u00e4tzt z. B. die \u00dcbersetzung \u201eArt Transfer Online\u201c, durch die Online-Offline-Br\u00fccke durchaus nachvollziehbar.<br>Unsere Vision ist eine kosteng\u00fcnstige Infrastruktur, die Arbeiten in der Kunstwelt ohne markt\u00fcbliche Investmentsummen erm\u00f6glicht. Also eine Art Unterst\u00fctzungssystem f\u00fcr Komplizenschaften zwischen K\u00fcnstler:innen und Kurator:innen bzw. Vermittler:innen der Kunst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wie organisiert ihr euch und wie sieht eure Zusammenarbeit mit den K\u00fcnstler:innen, die ihr vertretet, konkret aus?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hauptziel war es, eine vernetzende Plattform zu gr\u00fcnden. Einen (digitalen) Ort, der als Sammelbecken verschiedener K\u00fcnstlerportfolios funktioniert und gleichzeitig als Verkaufskanal dient. Um kein anonymer Online-Kanal zu bleiben, f\u00fchrten wir fr\u00fch das Agent:innen-System ein. Sie selbst vertreten dort ihre eigenen K\u00fcnstler:innen und sind die Sparringpartner:innen der Kunst. Am Anfang war ich so etwas wie ein \u201eTestkaninchen\u201c, wir haben ausprobiert wie sich die Rolle der Agent:in verh\u00e4lt, was von ihr verlangt werden kann, worin der Vorteil liegt, sich f\u00fcr K\u00fcnstler:innen auf Verkaufsprovision einzusetzen.<br>ato erh\u00e4lt bei Verk\u00e4ufen sowie bei Leasing 10 Prozent, die Agent:innen erhalten aktuell zwischen 20 und 40 Prozent, je nachdem welche Form der Zusammenarbeit sie mit ihren K\u00fcnstler:innen vereinbaren. Wir justieren weiterhin nach, doch die Grundstruktur ist mittlerweile stabil und funktional. Das liegt unter anderem daran, dass wir mit juristischer Hilfe Vertr\u00e4ge aufgesetzt haben, die als Template f\u00fcr die Zusammenarbeit dienen und transparent festlegen, dass alle involvierten Personen etwas bei Verkauf abbekommen, unabh\u00e4ngig davon, wer den:die K\u00e4ufer:in vermittelt.<br>Wir haben mittlerweile auch ein Gremium, bestehend aus verschiedenen Vertreteter:innen aus der Kunstwelt, die gemeinsam \u00fcber eine Aufnahme in atos Pool entscheiden. Diese Demokratisierung hat uns dabei geholfen, nicht nur unser eigenes Geschmacksbild zu f\u00f6rdern, sondern unterschiedlichen k\u00fcnstlerische Positionen eine Plattform zu bieten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mit ato sto\u00dft ihr u. a. auch neue Kooperationen und Partnerschaften f\u00fcr Kunstprojekte an und versucht hier immer wieder, unkonventionelle Wege zu gehen. Wie k\u00f6nnte die k\u00fcnstlerische Expertise zuk\u00fcnftig in unterschiedliche gesellschaftliche Bereiche (Wirtschaft, Politik, Bildung) und transformative Prozesse st\u00e4rker einbezogen werden \u2013 nat\u00fcrlich auch im Hinblick auf die Generierung k\u00fcnstlerischen Einkommens?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben der ato Galerie haben wir auch eine Ideenagentur gegr\u00fcndet. Sie m\u00fcndet aus der Erkenntnis heraus, dass die Expertise von Kunstschaffenden eben nicht nur im Bild oder der Skulptur, sprich im Werk steckt, sondern auch in den Ideen. In den letzten Jahren haben wir mit unterschiedlichen Branchen zusammengearbeitet und feststellen k\u00f6nnen, wie bereichernd es ist, wenn K\u00fcnstler:innen auch in anderen Fachbereichen mitdenken. Hiermit meine ich nicht zwingend \u201eart&amp;science\u201c, das ist ja etabliert, sondern die eigenst\u00e4ndige k\u00fcnstlerische Arbeit als wichtigen Beitrag in fachfernen Runden anzuerkennen. Wir haben z. B. mit dem Innovation HUB \u2013 Pr\u00e4vention im Bauwesen vom KIT in Karlsruhe f\u00fcr das Bundesministerium Transfermethoden entwickeln, die darauf abzielen, die Kunst als eigenst\u00e4ndige Expertise zu begreifen. Sie wird hier als m\u00fcndige Mitgestalterin von Infrastruktur einbezogen. Aktuell entwickeln wir z B. einen Ort f\u00fcr neue Lehrformate auf dem Campus f\u00fcr die Hochschule Karlsruhe, auch hier setzen wir die sogenannte \u201ek\u00fcnstlerische Intelligenz\u201c ein.<br>\u00dcbrigens, daf\u00fcr wurden wir (und werden es immer noch) durchaus auch kritisch be\u00e4ugt. Hauptargument: Die Kunst ist kein Dienstleister!<br>Ja, da kann ich nur zustimmen, gleichzeitig halte ich klar dagegen: Die Kunst braucht mehr Selbstbewusstsein, sie ist in der Tat keine Dienst-Leistung (genau darin liegt ihr Wert), aber eine Leistung. Und wenn wir diese so einbringen, dass sie der k\u00fcnstlerischen Praxis nicht widerspricht, ist sie am Ende mitunter sogar freier, als wenn K\u00fcnstler:innen verk\u00e4ufliche Bilder f\u00fcr den Messestand malen, um besser zu verkaufen. Und professionelle Leistung sollte unabh\u00e4ngig von der Branche honoriert werden. Aber das ist ein ausuferndes Thema, wer mehr dazu wissen will kann sich gerne bei uns melden&#8230;<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"3\" class=\"wp-block-list\">\n<li><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Bereits jetzt erleben wir massive K\u00fcrzungen \u00f6ffentlicher Gelder, u. a. f\u00fcr Kunst und Kultur. Das gesamte Feld \u2013 mit seinen Institutionen, Galerien, Off-Spaces und allen voran den selbst\u00e4ndige K\u00fcnstler:innen \u2013 wird in den kommenden Jahren vor gro\u00dfen Herausforderungen stehen.<br>Brauchen wir eine grunds\u00e4tzlich neue Perspektive auf unser Tun und wenn ja \u2013 welche k\u00f6nnte das sein?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gute Frage. Ja, die Sorgen sind gro\u00df, das l\u00e4sst sich nicht leugnen. Wer das leugnet, geht davon aus, dass die Kunstwelt einwandfrei funktioniert.<br>Einerseits haben wir (also ato) schon immer geh\u00f6rt, dass es eh nichts werden kann, wenn wir nicht reich geheiratet oder gut geerbt haben (beides haben wir nicht\u2026), sodass wir gewohnt sind, uns durchzuschlagen. Unsere Kernstruktur ist aktuell nicht von F\u00f6rderungen abh\u00e4ngig, das haben wir von Beginn an so aufgebaut. Andererseits nat\u00fcrlich von Auftr\u00e4gen und Verk\u00e4ufen \u2013 hier merkt man sehr deutlich, wie angstvoll alle gerade agieren \u2013 ganz unabh\u00e4ngig von der jeweiligen Branche. Das wirft die Frage auf, wie es weitergehen kann.<br>Was die K\u00fcnstler:innen und freien Kurator:innen und Agent:innen angeht, machen sich die K\u00fcrzungen und minimierten F\u00f6rderungen nat\u00fcrlich l\u00e4ngst noch viel drastischer bemerkbar. Brauchen wir eine neue Perspektive auf unser Tun in der Kunst? Ich denke das ist im Hinblick auf die kommenden Jahre notwendig. Entscheidend wird sein, sich st\u00e4rker zu vernetzen, Komplizenschaften zu bilden und offen f\u00fcr neue Modelle zu sein. Die Kunst braucht eine gr\u00f6\u00dfere Lobby, die Frage ist nur, ob wir sie von der Politik einfordern sollen und das Zukunftssicherheit bringt, oder ob man sich am besten lieber selbst koordiniert. Essenziell wird sein, nicht in L\u00e4hmung oder Lethargie zu verfallen, sondern mutig zu sein und erfinderisch.<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"7\" class=\"wp-block-list\">\n<li><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Woran arbeitest du aktuell? Worauf freust du dich in 2026?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aktuell arbeite ich mit K\u00fcnstler:innen, die ich pers\u00f6nlich als Agentin vertrete sowie mit weiteren ato Kolleginnen an Projekten mit Infrastrukturbezug. So zum Beispiel f\u00fcr das KIT oder die Hochschule Karlsruhe. Es gibt auch pers\u00f6nliche, tempor\u00e4re Herzensprojekte wie Happenings im Stadtraum, z. B. jetzt zu Jahresende mit Hannah Cooke und Dominik Rinnhofer, mit denen ich eine Projektion zu Nikolaus realisierte, um eine nicht belebte Fl\u00e4che durch Kunst zu aktivieren. In 2026 freue ich mich auf die Weiterentwicklung der ato-Strukturen, um sie weitestgehend \u201ekrisensicher\u201c aufzubauen, auf den Austausch mit K\u00fcnstler:innen, Kurator:innen und meinen Kolleg:innen aus dem Kernteam. Ich freue mich auch auf die Kuration der ersten Rheinland-Pfalz Triennale, die ich mit meiner Kollegin Carolin Heel (auch Agentin bei ato) und dem Team des BBK Rheinland-Pfalz in Trier umsetze. Dann gibt es noch eine gr\u00f6\u00dfere, fach\u00fcbergreifende Installation im Sommer, im Rahmen der UNESCO City of Media Arts. F\u00fcr die Stadt Kandel werden wir mit ato und der K\u00fcnstlerin Maike Denker aus M\u00fcnster ein neues k\u00fcnstlerisches Leitbild entwickeln. Nicht zuletzt freue ich mich auf die L\u00fccken dazwischen, um Zeit mit meinem Sohn zu verbringen und die Akkus zu laden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Dezember 2025)<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-style-colored-bg-pastel is-layout-flow wp-container-core-column-is-layout-b51d916f wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:40%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-medium is-style-colored-bg-pastel\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"682\" src=\"https:\/\/www.kunstbuero-bw.de\/wp-content\/uploads\/unknown-8-1-1024x682.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7326\" title=\"Foto: Nils M\u00fcller\" srcset=\"https:\/\/www.kunstbuero-bw.de\/wp-content\/uploads\/unknown-8-1-1024x682.jpeg 1024w, https:\/\/www.kunstbuero-bw.de\/wp-content\/uploads\/unknown-8-1-200x133.jpeg 200w, https:\/\/www.kunstbuero-bw.de\/wp-content\/uploads\/unknown-8-1-768x512.jpeg 768w, https:\/\/www.kunstbuero-bw.de\/wp-content\/uploads\/unknown-8-1-640x427.jpeg 640w, https:\/\/www.kunstbuero-bw.de\/wp-content\/uploads\/unknown-8-1-320x213.jpeg 320w, https:\/\/www.kunstbuero-bw.de\/wp-content\/uploads\/unknown-8-1.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Cap: Kilian Kretschmer, Foto: Sebastian Heck<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"featured_media":7326,"template":"","materialtype":[40],"class_list":["post-7325","material","type-material","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","materialtype-interviews"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kunstbuero-bw.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/material\/7325","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kunstbuero-bw.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/material"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kunstbuero-bw.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/material"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kunstbuero-bw.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7326"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kunstbuero-bw.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7325"}],"wp:term":[{"taxonomy":"materialtype","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kunstbuero-bw.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/materialtype?post=7325"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}