Neuigkeiten

In der Rubrik Neuigkeiten findet man - kurz und verständlich - relevante Informationen für Bildende Künstler*innen. Die jeweiligen Links geben die Möglichkeit zur weiteren Recherche.

NEUSTART KULTUR: Kickstarter-Zuschuss für Absolvent*innen

Gemeinsam mit der Kunsthochschulenrektorenkonferenz (RKK) setzt die Stiftung Kunstfonds ein NEUSTART KULTUR-Sonderförderprogramm um, das sich an Absolvent*innen von Kunsthochschulen richtet. Diesen erleichtert es den Start als freischaffende bildende Künstler*innen mit einem Kickstarter-Zuschuss in Höhe von je 7.000 Euro.

Gefördert werden Absolvent*innen, die in den Jahren 2019, 2020 oder 2021 einen Abschluss im Bereich der freien bildenden Kunst erfolgreich bestanden haben. Eine Förderung ist ausgeschlossen, wenn der*die Absolvent*in zeitgleich ein Stipendium der Stiftung Kunstfonds erhält. 

Bitte beachten Sie: Die Ausschreibungs- und Bewerbungsverfahren laufen direkt über die jeweiligen Kunsthochschulen, allein die Abwicklung der Förderungen übernimmt der Kunstfonds. Bitte wenden Sie sich bei Fragen zur Vergabe direkt an Ihre Hochschule.

Die detaillierten Fördergrundsätze sowie weitere Infos finden Sie hier.

KSK – kurzfristige Anhebung der Verdienst-grenze

Berlin, 12.05.2021. Das Bundeskabinett hat heute einen Gesetzesvorschlag von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) gebilligt, wonach Künstler*innen übergangsweise deutlich mehr Geld als sonst mit nicht-künstlerischer Tätigkeit verdienen dürfen, ohne ihren Versicherungsschutz in der Künstlersozialkasse (KSK) zu verlieren.
Die Verdienstgrenze für selbstständige, nicht künstlerische Arbeit, die normalerweise wie für Minijobs bei 450 Euro liegt, wird bis Ende 2021 auf 1.300 Euro pro Monat angehoben. Bis zu diesem Betrag soll der Kranken- und Pflegeversicherungsschutz über die Künstlersozialkasse bestehen bleiben, den die Kulturschaffenden andernfalls verlören.

Die Künstlersozialkasse soll außerdem 2022 zur finanziellen Stabilisierung der Künstlersozialabgabe eine weitere Erhöhung des Bundeszuschusses um 84,5 Millionen Euro erhalten, um fehlende Einnahmen auszugleichen. Kultureinrichtungen und kulturwirtschaftliche Betriebe müssen eine prozentuale Abgabe auf an Künstler*innen gezahlte Honorare an die Künstlersozialkasse zahlen. Weil ihre Einnahmen wegbrechen, zahlen sie seit Beginn der Pandemie auch entsprechend wenig in die KSK ein.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Neustarthilfe für Solo-selbstständige

Mit der Neustarthilfe werden Soloselbständige unterstützt, deren wirtschaftliche Tätigkeit im Förderzeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021 Corona-bedingt eingeschränkt ist, die aber nur geringe betriebliche Fixkosten haben und für welche die Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe III daher nicht in Frage kommt. Alternativ zur Überbrückungshilfe III kann einmalig die Neustarthilfe von bis zu 7.500 Euro beantragt werden. Die Förderhöhe beträgt 50 Prozent eines sechsmonatigen Referenzumsatzes, der auf Basis des Jahresumsatzes 2019 berechnet wird. Haben die Soloselbständigen im Förderzeitraum Januar bis Juni 2021 Umsatzeinbußen von über 60 Prozent zu verzeichnen, dürfen sie die Neustarthilfe in voller Höhe behalten. Andernfalls ist die Neustarthilfe (anteilig) zurückzuzahlen.

Soloselbständige können den Antrag direkt oder über einen prüfenden Dritten stellen. Soloselbständige mit Personengesellschaft oder Kapitalgesellschaften müssen den Antrag über einen prüfenden Dritten stellen. Die Auszahlung der Neustarthilfe erfolgt in der Regel wenige Tage nach Antragstellung.

Die Antragsfrist endet am 31. August 2021.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Bündnis für eine gerechte Kunst- und Kulturarbeit, Baden-Württemberg

Im Juni 2020 haben sich Akteur*innen und Institutionen im Bereich der Künste, die in Baden-Württemberg angesiedelt sind, zu einem offenen, unabhängigen und disziplinübergreifenden Bündnis für gerechte, diverse und inklusive Verhältnisse im Kunst- und Kulturbetrieb zusammengeschlossen: Ein Bündnis, das auf regionaler, bundesweiter und transnationaler Ebene aktiv werden möchte, um einen systemischen Wandel herbeizuführen.

Weitere Infos: dasbuendnis.net

BBK veröffentlicht aktualisierte »Leitlinie Ausstellungsvergütung 2021«

Mit der aktualisierten Fassung der »Leitlinie Ausstellungsvergütung« bietet der BBK Bundesverband Künstler*innen eine Verhandlungsgrundlage und weist Veranstalter*innen und Institutionen den Weg zur angemessenen Vergütung der Leistungen von Künstler*innen im Zusammenhang mit Ausstellungen. Sie definiert Anwendungsbereich und Kriterien und bietet Musterberechnungen und einen Mustervertrag.

Die öffentliche Nutzung der Leistungen hochqualifizierter Bildenden Künstler*innen nur selten bezahlt. Ihren zumeist prekären Einkommen steht die große Anzahl an Ausstellungen gegenüber, mit denen sie einen zentralen Beitrag zum Kunstgeschehen leisten. Die Folgen der Corona-Pandemie haben noch deutlicher gemacht, worauf es ankommt: die nachhaltige Sicherung künstlerischen Einkommens.

Aktualisierte Leitlinie zum Download

»NEUSTART KULTUR«-Programm des Bundes wird um weitere Milliarde aufgestockt

Berlin, den 03.02.2021. Im Ergebnis des Koalitionsausschusses vom 3. Februar steht: »Unterstützung der Kulturschaffenden in der Corona-Krise: Der Kulturbereich ist in der Corona-Krise besonders betroffen. Deshalb wird ein Anschlussprogramm für das Rettungs- und Zukunftsprogramm »Neustart Kultur« in Höhe von 1 weiteren Milliarde Euro aufgelegt.»

Teilnehmer des Koalitionsausschusses waren: Angela Merkel (CDU), Olaf Scholz (SPD), Armin Laschet (CDU) Saskia Esken (SPD) Norbert Walter-Borjans (SPD), Markus Söder (CSU), Ralph Brinkhaus (CDU/CSU), Rolf Mützenich (SPD).

Weitere Infos: kulturrat.de

Stipendien für freischaffende Künstler*innen in Baden-Württemberg

Das Stipendienprogramm richtet sich an professionell arbeitende Künstler*innen aller Sparten (Musik, Bildende Kunst und neue Medien, Literatur, Darstellende Künste, Kleinkunst) mit Erstwohnsitz in Baden-Württemberg. Mit Projektstipendien von je 3.500 Euro sollen sie in die Lage versetzt werden, ihre künstlerische Arbeit fortzusetzen, nachdem ihnen durch die pandemiebedingten Einschränkungen ihre Auftritts- und Präsentationsmöglichkeiten entzogen wurden. Die Stipendien sollen freischaffende Künstlerinnen und Künstler unterstützen und motivieren, neue Projekte zu konzipieren oder umzusetzen sowie neue Formen der Präsentation zu entwickeln.

Die Ausschreibung des Stipendienprogramms für freischaffende Künstler*innen aller Sparten soll in zwei Tranchen Anfang und Mitte 2021 erfolgen.

Weitere Infos finden Sie hier.

Neue Corona-Hotline für Künstler*innen und Kultur-schaffende

– Beratungsstelle bei der MFG

Ab Freitag, den 13. November, erhalten Künstler*innen und Kultur- und Kreativschaffende über die neue Corona-Hotline der MFG Baden-Württemberg eine erste Beratung zu aktuellen Fragen rund um die Corona-Hilfen. Unter der Hotline sind von Montag bis Freitag von 10–12 Uhr und von 14-16 Uhr Expert*innen erreichbar, die aktuelle Fragen rund um Unterstützungsleistungen während der Corona-Krise beantworten. Zu erreichen ist die Hotline unter der Festnetz-Nummer 0711 90715-413.

Weitere Infos unter www.mfg.de

Infos zu Novemberhilfen

für Solo-Selbständige und Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft

Die Eckpunkte der »Novemberhilfen« wurden am 05.11.2020 bekannt gegeben. Unternehmen, also privatwirtschaftliche und öffentliche Unternehmen, Vereine und Einrichtungen, die im November aufgrund der Beschlüsse von Bund und Ländern ihren Betrieb schließen müssen, sowie Solo-Selbständige können die Novemberhilfen beantragen. Die Regelung gilt auch für Unternehmen, Unternehmer und Solo-Selbständige, die regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit von der Schließung betroffenen Unternehmen erzielen. Die Zuschüsse können pro Woche der Schließung bis zu 75 Prozent des Umsatzes des Novembers 2019 betragen. Andere staatliche Leistungen wie Überbrückungshilfen oder Kurzarbeitergeld werden angerechnet. Die Beantragung muss über einen Steuerberater erfolgen. Sie erfolgt über ein Portal beim Bundeswirtschaftsministerium.

Für Solo-Selbständige gelten folgende Sonderregelungen: Wenn die beantragte Fördersumme unter 5.000 Euro liegt, können die Mittel direkt beantragt werden. Die Beantragung durch einen Steuerberater ist nicht erforderlich. Statt des Umsatzes November 2019 kann als Vergleichsmaßstab auch der durchschnittliche Wochenumsatz im Jahr 2019 zugrunde gelegt werden.

Eine Beantragung ist demnächst möglich.

Nähere Informationen finden Sie hier.
F & Q’s finden Sie hier.

»NEUSTART FÜR BILDENDE KÜNSTLER*INNEN«

»NEUSTART KULTUR« – 2,5 Millionen Euro für den »NEUSTART für Bildende Künstlerinnen und Künstler«

Der Deutsche Künstlerbund e.V. und der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler e.V. setzen das Teilprogramm »NEUSTART für Bildende Künstlerinnen und Künstler« um. Für dieses Programm stellt die Kulturstaatsministerin insgesamt 2,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Programm umfasst vier Module; die Module A – C setzt der BBK um, Modul D realisiert der Deutsche Künstlerbund. Die Module zielen auf die berufliche Stärkung und Entwicklung Bildender Künstlerinnen und Künstler vor allem im Bereich Digitalisierung ab. Gefördert werden berufsbezogene Fortbildung und Beratung zur Stärkung der Web-Präsenz (Modul A), ein qualifiziertes Mentoring für Berufsanfänger*innen (Modul B), die Konzipierung und Umsetzung innovativer Kunstprojekte (Modul C) sowie Stipendien zur Entwicklung digitaler Vermittlungsformate (Modul D).

Die ersten Ausschreibungen für die Module A und B starten am 15. September 2020, die Ausschreibung für Modul C am 21. September 2020 und die Ausschreibung für Modul D voraussichtlich am 15. Oktober 2020. Weitere Informationen finden Sie hier.

Überbrückungs-Hilfe Corona für Solo-Selbständige und Unternehmen

Die Bundesregierung hat am 12. Juni 2020 die Eckpunkte für die „Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen“ beschlossen. Die Überbrückungshilfe ist ein branchenübergreifendes Zuschuss­programm mit einer Laufzeit von drei Monaten (Juni bis August 2020) und einem Programmvolumen von maximal 25 Milliarden Euro bundesweit.

Unternehmen und Soloselbständige können die Überbrückungshilfe Corona nur über eine/n Steuerberater/-in, Wirtschaftsprüfer/-in oder vereidigte/n Buchprüfer/-in beantragen, die sich dazu auf der Antragsplattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de registrieren müssen.

Bei der Überbrückungshilfe handelt es sich im Wesentlichen um ein Bundesprogramm. Für Fragen zum Bundesprogramm finden Sie auf der Seite der Antragsplattform eine FAQ-Liste sowie ein Kontaktformular. Eine Service-Hotline ist unter +49 69 273169555 erreichbar (Servicezeiten Mo-Fr 8:00 bis 18:00 Uhr).

Seitens des Landes Baden-Württemberg wird das Hilfsprogramm des Bundes sinnvoll durch Förderung eines fiktiven Unternehmerlohns ergänzt: Der Bund schließt Lebenshaltungskosten oder einen Unternehmerlohn bei den förderfähigen Kosten explizit aus. Wie schon bei der Soforthilfe stockt das Land einen fiktiven Unternehmerlohn in Höhe von bis zu 1.180 Euro pro Monat in Abhängigkeit vom individuellen Umsatzrückgang daher auch bei der Überbrückungshilfe aus Landesmitteln auf.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Sonder-Förderprogramm der Stiftung Kunstfonds

im Rahmen des Bundes-Hilfspakets »NEUSTART KULTUR«

Im Rahmen des von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien initiierten Hilfspakets NEUSTART KULTUR schreibt die Stiftung Kunstfonds zusätzlich zu ihren laufenden Förderprogrammen das Sonderförderprogramm 20/21 aus. Das Programm richtet sich an bildende Künstler/innen sowie kunstvermittelnde Einrichtungen, Akteure und Initiativen des Kunstbetriebs.

Das Sonderförderprogramm 20/21 bietet drei Antragsmöglichkeiten: Stipendium für bildende Künstler*innen mit Kindern unter 7 Jahren (Deadline: 6. August 2020), Stipendium für bildende Künstler*innen (Deadline: 10. September 2020) und Projektförderung für kunstvermittelnde Akteure (Deadline: 14. September 2020). Weitere Infos finden Sie hier.

»NEUSTART KULTUR« Bundesregierung stellt 1 Mrd. Euro für Kultur bereit

Für das Programm NEUSTART KULTUR stellt die Bundesregierung rund eine Milliarde Euro zur Verfügung. Ziel der Maßnahmen ist es, das durch die Corona-Pandemie stark eingeschränkte kulturelle Leben wieder anzukurbeln und dadurch schnellstmöglich neue Beschäftigungsmöglichkeiten für Künstlerinnen und Künstler zu schaffen. Die Verabschiedung des Nachtrags durch Bundestag und Bundesrat ist für Anfang Juli vorgesehen, der Start der Programme soll unmittelbar darauf erfolgen. Mehr dazu hier

Ministerium veröffentlicht »Masterplan Kultur BW | Kunst trotz Abstand«

Der »Masterplan Kultur BW | Kunst trotz Abstand« des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst beschreibt notwendige Hilfen und Öffnungsszenarien für den Kulturbereich in Baden-Württemberg.

Neben der »Soforthilfe Corona« für Soloselbständige, Freischaffende und Kleinbetriebe umfasst dieser u. a. auch einen Nothilfefonds für gefährdete Kunst- und Kultureinrichtungen sowie das Impulsprogramm »Kunst trotz Abstand«, das kulturelle Veranstaltungen fördert, die trotz der aktuellen Beschränkungen umgesetzt werden können. Hierbei sollen Kultureinrichtungen eng mit freischaffenden Künstler/innen zusammenarbeiten – es werden insbesondere Künstlerhonorare gefördert!

Mit dem Programm »Kultur Sommer 2020« stellt das Ministerium sofort 2,5 Mio. Euro aus dem Innovationsfonds Kunst bereit, um kleinere Kulturveranstaltungen aller Sparten zu fördern, die ab Juni wieder stattfinden können. Kultureinrichtungen und Amateurvereine werden dabei unterstützt, kleine Veranstaltungsformate durchzuführen und die hierfür erforderlichen Vorkehrungen zur Gewährung des Gesundheitsschutzes zu treffen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Corona-Krise — Soforthilfe-Programm des Landes Baden-Württemberg

– Update vom 25. März 2020 –
Der Landtag von Baden-Württemberg hat ein »Soforthilfeprogramm Corona« beschlossen, das sich an Soloselbständige sowie Klein- und Kleinstunternehmen auch der Kultur- und Kreativwirtschaft sowie an Angehörige der Freien (auch künstlerisch-publizistischen) Berufe in Baden-Württemberg richtet. Um deren wirtschaftliche Existenz zu sichern und Liquiditätsengpässe zu kompensieren, kann ein einmaliger, nicht rückzahlbarer Zuschuss (über bis zu 9.000 Euro für antragsberechtigte Soloselbstständige) für drei Monate gewährt werden.

Auf der Website des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg finden Sie/findet Ihr detaillierte Informationen zum Soforthilfeprogramm sowie zu Voraussetzungen und Antragsstellung: mwk.baden-wuerttemberg.de

Das Antragsformular inkl. De-minimis-Erklärung ist auf der Seite des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg elektronisch abrufbar: wm.baden-wuerttemberg.de

Eine Antragstellung ist ab Mittwochabend, 25. März 2020, möglich.

Achtung: Die Übermittlung des Antrags erfolgt ausschließlich über das Online-Portal. Eine Einreichung auf dem Postweg oder per E-Mail ist nicht möglich (www.bw-soforthilfe.de).

Weitere Informationen zu den Maßnahmen auf Bundesebene im Überblick gibt es auf der Website der Bundesregierung sowie der Website und dem Newsletter des Deutschen Kulturrates.

Presse-mitteilung des Deutschen Kulturrates zu Covid-19

Corona-Krise: Kulturminister der Länder unterstützen Vorschlag des Kulturrates nach Nothilfefonds

Wir erwarten jetzt schnelle Absprachen zwischen Bund und Ländern, damit der Nothilfefonds bald starten kann:

https://www.kulturrat.de/presse/pressemitteilung/corona-kriese-kulturminister-der-laender-unterstuetzen-vorschlag-des-kulturrates-nach-nothilfefonds/

Anhebung der Grenze für Kleinunter- nehmer* innen

Seit dem 1. Januar 2020 gilt: Es wird keine Umsatzsteuer erhoben, wenn der Umsatz im vorausgegangenen Jahr nicht höher als 22.000 Euro lag und sich im laufenden Jahr voraussichtlich nicht auf mehr als 50.000 Euro belaufen wird (§ 19 Abs.1 Satz 1 UStG). Bisher lag die Grenze für das vorausgegangene Jahr bei 17.500 Euro.

KSK: Änderung des Verfahrens bei Berufsanfängern

Seit dem 8.11.2019 benötigt die KSK von Berufsanfänger*innen keine Unterlagen mehr über die Erwerbsmäßigkeit (Rechnungen etc.), sondern lediglich Nachweise zur Künstlereigenschaft und zur künstlerischen Tätigkeit, z. B.:

Projektbeteiligungen, Bestätigungen über evtl. Zusammenarbeit, vorhandener Schriftverkehr mit potentiellen Auftraggebern, geplante Ausstellungen/Ausstellungsbeteiligungen, Unterlagen zur Planungsphase der Selbständigkeit, einschlägige berufliche Kenntnisse, Fähigkeiten, Erfahrungen und ggf. Kontakte, Pläne für die Finanzierung, ggf. Businessplan, Werbemaßnahmen, eigener Internetauftritt.

Kampagne zur Vergütung von Ausstellungen

Die IAA Europe hat am 15. April 2019 eine Kampagne zur Ausstellungsvergütung vorgestellt. Alle Infos gibt es unter iaa-europe.eu.

Auch der bbk-Bundesverband hat eine Leitlinie zur Vergütung von Leistungen Bildender Künstlerinnen und Künstler im Rahmen von Ausstellungen herausgegeben. Zu finden ist sie unter bbk-bundesverband.de.

Street Photography als Kunstform anerkannt

Das Bundesverfassungsgericht entschied am 8. Februar 2018, dass Street Photography fortan als Kunstform anerkannt ist. Das Urteil ist auf einen konkreten Fall zwischen einem Berliner Fotografen und einer von ihm abgelichteten Passantin zurückzuführen. Die Verfassungsbeschwerde betraf die öffentliche Ausstellung einer künstlerischen Straßenfotografie ohne Einwilligung der abgebildeten Person. In der Begründung des Urteils heißt es, ein "Foto [stellt] ein Kunstwerk dar, nämlich eine freie schöpferische Gestaltung, in der Eindrücke, Erfahrungen und Erlebnisse des Künstlers durch das Medium einer bestimmten Formensprache, hier der Fotografie, zur Anschauung gebracht werden".

Das gesamte Urteil gibt es hier.

Abgabesatz der KSK sinkt 2018 erneut!

Im Jahr 2018 soll der KSK-Abgabesatz von 4,8 % auf 4,2 % gesenkt werden. Schon 2017 erfolgte eine deutliche Absenkung. Dank der verstärkten Prüf- und Beratungstätigkeit der Deutschen Rentenversicherung und der Künstlersozialkasse seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Stabilisierung des Künstlersozialabgabesatzes wurden „in den Jahren 2015 und 2016 rund 50.000 abgabepflichtige Unternehmen neu erfasst. Darüber hinaus haben sich im selben Zeitraum ca. 17.000 abgabepflichtige Unternehmen bei der Künstlersozialkasse gemeldet, so Bundesozialministerin Andrea Nahles. Die Künstlersozialabgabe müssen Unternehmen, Vereine und andere Institutionen entrichten, die freiberufliche, künstlerische oder publizistische Leistungen in Anspruch nehmen. Grundlage sind die gezahlten Honorare.

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