Das Projekt und Stipendium »Zwangsarbeit/en – Work Force/d« rückt Orte der nationalsozialistischen Zwangsarbeit in Stuttgart in den Mittelpunkt einer künstlerischen Auseinandersetzung. Zwischen 1939 und 1945 waren zehntausende Menschen aus ganz Europa in Stuttgart als Zwangsarbeiter*innen eingesetzt, häufig unter unmenschlichen Bedingungen. Die Akademie Schloss Solitude und die Koordinierungsstelle Erinnerungskultur der Landeshauptstadt Stuttgart vergeben zwei künstlerische Aufenthaltsstipendien von jeweils sechs Monaten im Zeitraum Juli 2026 bis Juni 2027. Ziel ist die Produktion einer ortsbezogenen künstlerischen Arbeit im öffentlichen Raum, die die Vermittlung und Zugänglichkeit von einem oder mehreren konkreten Orten der Zwangsarbeit für die Stadtgesellschaft fördert.
Die Ausschreibung richtet sich sowohl an internationale Künstler*innen als auch an Künstler*innen aus dem Raum Stuttgart, die in den Bereichen Bildende Kunst oder Kunst im öffentlichen Raum tätig sind.
Das Stipendium beinhaltet einen sechsmonatigen Aufenthalt in Stuttgart, ein monatliches Stipendium von 1.300 €, ein möbliertes Wohn- und Arbeitsstudio an der Akademie Schloss Solitude, einmalige Erstattung der Reisekosten für An- und Abreise, Projektmittel in Höhe von 5.000 € pro Stipendium (für Recherche und Produktion), Begleitung durch Kooperationspartner*innen und eine Projektleitung.
Kontakt
Akademie Schloss Solitude
Diana Yasmin Haddad
Solitude 3
70197 Stuttgart
Tel.: +49 711 996 19-0
Mail: d.haddad(at)akademie-solitude.de
Deadline: 16. März 2026
Weitere Informationen gibt es unter: akademie-solitude.de