Die Gestaltung eines nationalen Erinnerungsortes an die Opfer des Nationalsozialismus mit spezifischem Bezug zur Schweiz ist in einem mehrstufigen, offenen Verfahren ausgeschrieben. Im Fokus stehen sowohl Schweizer Opfer nationalsozialistischer oder faschistischer Verfolgung als auch Flüchtlinge, denen die Schweiz während des Zweiten Weltkriegs den Schutz verweigerte. Ziel ist ein Ort des Gedenkens, der zur Auseinandersetzung mit historischen Verantwortungen anregt, Raum für Dialog bietet und ein Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus und für Menschenrechte setzt. Der Erinnerungsort entsteht auf der Casinoterrasse in Bern – einem zentralen, öffentlich zugänglichen Platz in unmittelbarer Nähe des Bundeshauses. Die Umsetzung ist für 2027/2028 geplant.
Teilnahmeberechtigt sind multidisziplinäre Teams aus den Bereichen bildende Kunst, Geschichtsvermittlung bzw. Geschichtsdidaktik sowie Landschaftsarchitektur oder Architektur. Die Zusammensetzung der Teams soll sowohl gestalterische als auch inhaltlich-historische Kompetenzen abdecken. In der ersten Phase prüft eine Jury die Bewerbungen anhand definierter Eignungskriterien und lädt anschließend ausgewählte Teams zur zweiten Phase ein, in der sie ihre Entwürfe erarbeiten.
Für die Umsetzung des Erinnerungsortes stehen insgesamt 3 Millionen CHF zur Verfügung. Die zur zweiten Phase eingeladenen Teams erhalten ein Bearbeitungshonorar von jeweils 25.000 CHF für die Ausarbeitung ihrer Entwürfe. Das ausgewählte Siegerteam erhält zusätzlich ein Künstler:innenhonorar in Höhe von 150.000 CHF für die künstlerische Gesamtleistung im Rahmen der Realisierung.
Weitere Informationen gibt es unter: ed.admin.ch
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Deadline: 10. Oktober 2025